Ist die Bibel genug?
Ist die Bibel genug? Dieser Artikel legt dar, daß die Bibel zwar vieles nicht festhält – manches wurde sogar bewußt ausgelassen – aber daß das, was aufgeschrieben wurde, völlig ausreichend ist für Leben und Gottseligkeit.
„Auch viele andere Zeichen
tat Jesus vor seinen Jüngern,
die nicht geschrieben sind in diesem Buch:
diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet,
Jesus sei Christus,
der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben
das Leben habet in seinem Namen.“
Johannes 20:30-31
„Es sind auch viele andere Dinge,
die Jesus getan hat,
so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden,
achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen,
die zu schreiben wären. Amen.“
Johannes 21:25
Nach diesen Versen gab es
„…viele andere Dinge…“
und
„…viele andere Zeichen…“, die Jesus tat, die Gott
in seiner unendlichen Weisheit nicht aufzeichnen ließ. Er sagte und tat viele andere Dinge,
die wirkliche, historische Ereignisse waren, aber Gott ließ sie nicht aufschreiben.
Beachte noch einmal…
„…viele andere Zeichen… die nicht geschrieben sind in diesem Buch…“
„…viele andere Dinge… so sie aber sollten geschrieben werden…“
Also gilt:
- Erstens: viele andere Dinge, die geschahen, wurden nicht aufgeschrieben.
- Zweitens: manche Worte, die Gott dem Menschen in der Vergangenheit offenbarte,
wurden gar nicht erst aufgeschrieben und folglich nicht in unsere Bibel aufgenommen.
„Und da die sieben Donner ihre Stimmen geredet hatten,
wollte ich sie schreiben:
und ich hörte eine Stimme vom Himmel sagen zu mir,
Versiegle, was die sieben Donner geredet haben,
und schreibe es nicht“.
Offenbarung 10:4
In dieser Stelle ließ Gott Johannes diese Stimmen zwar hören und verstehen. Er wurde jedoch
angewiesen, „…schreibe es nicht…“. Das Ergebnis ist, daß wir den
Brief haben, den Johannes an die sieben Gemeinden schrieb, aber die Worte dieser Stimmen
haben wir nicht schriftlich. Dieser Vers berichtet von einem ähnlichen Ereignis:
„der ward entzückt in das Paradies,
und hörte unaussprechliche Worte,
welche kein Mensch sagen kann.“
2. Korinther 12:4
Wer immer dieser Mann war, er hörte Worte und beschrieb sie als
„unaussprechlich“ und „kein Mensch kann sie sagen“,
aber diese Worte haben wir nicht schriftlich oder in unsrer Bibel enthalten.
- Drittens: wir haben einen Bericht über viele Dinge, die Gott Menschen aufschreiben ließ,
die aber nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Zum Beispiel, im Neuen Testament…
„Und wenn der Brief bei euch gelesen ist,
so schafft, daß er auch in der
Gemeinde zu Laodizea gelesen werde,
und daß ihr den von Laodizea lest.“
Kolosser 4:16
Wir haben diesen Brief an die Laodizener nicht.
Im Alten Testament…
„Die Geschichten aber des Königs David, beide, die ersten und die letzten,
siehe, die sind geschrieben in den Geschichten Samuels,
des Sehers, und in den Geschichten des Propheten Nathan
und in den Geschichten Gads, des Sehers,“
1. Chronik 29:29
Wir haben die Geschichten Nathans oder Gads nicht, ebensowenig wie die Bücher der Kriege des HERRN
(4. Mose 21:14-15), Ashers (Josua 10:13), Jaschars (2. Samuel 1:18), Semajas (2. Chronik 12:15),
Iddos (2. Chronik 20:34) oder Jehus (2. Chronik 20:30).
Zusammengefaßt…
- Vieles, was geschah, wurde nicht aufgeschrieben.
- Manche Worte, die Gott dem Menschen offenbarte, wurden ebenfalls nicht aufgeschrieben.
- Vieles, was aufgeschrieben wurde, wurde nicht in die Bibel aufgenommen.
Was jedoch aufgeschrieben wurde, wurde zu einem bestimmten Zweck aufgeschrieben.
Bedenke folgendes…
„Was aber zuvor geschrieben ist,
das ist uns zur Lehre geschrieben,
auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift
Hoffnung haben.“
Römer 15:4
„Solches alles widerfuhr jenen zum Vorbilde1:
es ist aber geschrieben uns zur Warnung,
auf welche das Ende der Welt gekommen ist.“
1. Korinther 10:11
Was wir in der Bibel haben, wurde uns zur Lehre und zu unsrer Warnung geschrieben.
„Das Geheimnis ist des HERRN, unsers Gottes;
was aber offenbart ist,
das ist unser und unsrer Kinder ewiglich,
daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.“
5. Mose 29:29
Nach diesem Vers hat Gott zugelassen, daß manches
„geheim“ bleibt, und er hat dem Menschen bestimmte Dinge
„offenbart“, damit der Mensch positiv darauf antworte.
Dieser Vers sagt uns, daß wir, wenn wir uns dem Wort Gottes nähern, ihn stets
fragen sollten, was er möchte, daß wir als Antwort auf seine Offenbarung tun.
Bedenke: manches geschah, das nicht aufgeschrieben wurde, manche Worte wurden gesprochen,
die nicht aufgeschrieben wurden, und manches wurde aufgeschrieben, das nicht in
unsre Bibel aufgenommen wurde. Darum sind die Dinge, die wir in der Bibel lesen,
zu einem Zweck „offenbart“: daß wir tun, handeln oder antworten mögen auf
das, was er sagt.
„Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel
dient, uns geschenkt ist
durch die Erkenntnis des,
der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend.“
2. Petrus 1:3
Schließlich sagt uns dieser Vers, daß das, was wir haben,
„alles, was zum Leben und zur Gottseligkeit dient“ ist. Ganz gleich, welches
Bedürfnis unser Leben hat, irgendwo im geschriebenen Wort Gottes findet sich eine
Offenbarung Gottes, die uns gibt, was wir brauchen, um zu leben und gottselig zu leben.
Ja, manches geschah, das nie aufgeschrieben wurde, manche Worte wurden gesprochen,
die nie aufgeschrieben wurden, und manches wurde aufgeschrieben, wozu wir keinen Zugang
haben. Doch bitte wisse: was wir haben, ist mehr als genug, denn durch die Erkenntnis
Gottes, die uns dort offenbart ist, haben wir alles, was wir brauchen, um gottselig zu leben.
Schlussfolgerung
Wir haben alles, was wir für Leben und Gottseligkeit brauchen, im Wort Gottes.
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Fußnoten
1. Vorbild (im Original: „ensamples“)
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